Erfolgsgeschichten

01.10.2019

10 Jahre Transfer BONUS

Unsere persönliche Erfolgsgeschichte

Am 01.10.2009 startete das Förderprogramm Transfer BONUS mit der Zielsetzung, die Innovationsfähigkeit von Berliner technologieorientierten, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und ihre Fähigkeit, die Herausforderungen des digitalen Wandels zu meistern, zu stärken.

Mit Zuschüssen sollten fortan innovative Ideen nicht mehr in den Schubladen des Mittelstands mangels Geld und Personal liegen bleiben, sondern über die Einbindung regionaler Wissenschafts- bzw. Forschungseinrichtungen eine verstärkte wirtschaftliche Verwertung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen in Berlin erfolgen. Ergänzt um Zuschüsse für solche Forschungsvorhaben sollten KMU mehr Unterstützung für die Umsetzung  ihrer innovativen Ideen erhalten.

Vor allem die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, Verbesserungen bestehender Produkte und Verfahrensweisen sowie die Weiterentwicklung von technologischen Prozessen stehen im Mittelpunkt der Förderung.

Transfer BONUS beinhaltet zwei Förderarten: eine Einstiegsvariante für erste konkrete Kooperationen eines Unternehmens mit einer Wissenschafts- bzw. Forschungseinrichtung und eine Standardvariante für externe Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten.

Erhöhung der Fördersummen und Erweiterung um Digitalisierungsförderung

Nach der zweijährigen Pilotphase verdoppelte das Land Berlin 2011 die Zuschüsse in der Einstiegsvariante auf 3.000 Euro und in der Standardvariante auf 15.000 Euro. 2016 wurde das Programm um die Standardvariante Digitalisierung erweitert und ein Zuschuss von bis zu 45.000 Euro pro Projekt für das stetig wachsende Thema zur Verfügung gestellt.

Bis heute konnten so über 8,5 Millionen Euro an Förderungen in über 750 innovative Projekte fließen. Viele Unternehmen konnten dadurch in der Gründungsphase einen Grundstein für die Geschäftsentwicklung legen und andere wachsen:

Die Interactive Scape GmbH war das zweite antragstellende Unternehmen, das am 14.10.2009 das Projekt „GeoMeBel“ als Standardvariante für eine Förderung einreichte. Zusammen mit der Arbeitsgruppe Geometrie der Mathematik der TU-Berlin wurde nach Bewilligung der Förderung eine bahnbrechende Technologie entwickelt, die es erstmals möglich machte, Multitouch und Objekterkennung mit großen, hochaufgelösten LCD-Displays zu verbinden. „Dieses Projekt direkt nach Gründung der Interactive Scape GmbH bildete die entscheidende Grundlage für die Entwicklung unseres Unternehmens“, erinnert sich Ulrich Mangold, Geschäftsführer des Unternehmens, an die Anfänge. Mittlerweile hat sich Interactive Scape zum weltweiten Marktführer im Bereich großer Multitouch-Displays mit Objekterkennung entwickelt. Für Ulrich Mangold war der Transfer BONUS genau das richtige Förderinstrument: „Ein wesentlicher Treiber unseres Unternehmens ist die Forschung. So ist es uns möglich, die Produktpalette beständig weiterzuentwickeln und zukunftsweisende Technologien auf den Markt zu bringen. Dafür kooperieren wir auch mit Forschungsunternehmen aus der Industrie und arbeiten mit führenden wissenschaftlichen Instituten zusammen. Mit Zuschüssen durch den Transfer BONUS können wir so schneller und mehr Forschung umsetzen und damit konkurrenzfähig bleiben.“
Mehr zur Interactive Scape GmbH finden Sie hier.

Auch für das junge Berliner Sozialunternehmen Greta & Starks GmbH war das Forschungsprojekt Triebfeder des heutigen Geschäftserfolgs: 2011 gründete Geschäftsführerin und Filmproduzentin Seneit Debese das Unternehmen. Ziel von der Greta & Starks UG (haftungsbeschränkt) war es, Apps anzubieten, die es auch hör- und sehbeeinträchtigten sowie fremdsprachigen Kinobesuchern ermöglicht, gemeinsam mit Freunden und Familie einen Film im Kino zu schauen. Während die App GRETA durch vorheriges Laden der Audiodeskription und Untertitel den einfachen Abruf während des Kinofilms mit automatischer Synchronisierung ermöglicht, stellte sich für die App STARKS zunächst die Frage nach der geeigneten Hardware. Die App sollte hörbeeinträchtigten oder fremdsprachigen Menschen den einfachen Zugriff auf die Untertitel während des Films ermöglichen. Am 19.11.2015 ging der Antrag mit dem Titel „Entwicklung und Verifizierung eines Funktionsprototypen einer Datenbrille für die Darstellung von Untertiteln und Videodateien für gehörlose und fremdsprachige Menschen für den Einsatzbereich Kultur, Bildung, Freizeit und Medien“ beim Transfer BONUS ein. Die beantragte Standardvariante wurde zusammen mit der bbw Hochschule Berlin umgesetzt. Fast die vollen 15.000 Euro erhielt das Unternehmen für das Projekt. Heraus kam ein Prototyp, an dem das Unternehmen auch heute noch feilt. Denn ganz so einfach schien die Umsetzung doch nicht: „Unser Forschungsprojekt zeigte uns, dass wir einige Fragen noch gar nicht gestellt und beantwortet hatten“, resümiert Seneit Debese den Entwicklungsprozess. Mittlerweile hat das Unternehmen 9 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erhielt unter anderem beim KfW Award Gründen 2017 neben dem Preis für den Landessieger aus Berlin auch den Publikumspreis. Die komplette Erfolgsgeschichte finden Sie hier.

Aber auch die „alten Hasen“ im Geschäft sind in ihrer Innovationskraft nicht zu unterschätzen: Mit über 100 Jahren Erfahrung in der Entwicklung, Produktion und Vertrieb von standardisierten sowie individuellen Relais ist das Berliner Unternehmen EAW Relaistechnik GmbH der wahrscheinlich älteste Antragsteller auf einen Transfer BONUS. Ob in der Küche, in Fahrzeugen, Zügen oder Windkraftanlagen, überall findet sich ein Teil von eaw. Und damit diese winzig kleinen Thermoschalter auch zuverlässig arbeiten, bedarf es einer sehr genauen Prüfung, bevor sie das Werk verlassen. Diese sehr aufwendige Arbeit hat das Unternehmen 2016 digitalisiert und einen Zuschuss von vollen 45.000 € durch den Transfer BONUS erhalten. „Die erfolgreiche Projektumsetzung ist vor allem der Förderung durch den Transfer BONUS zu verdanken. Er ist aus unserer Sicht eine schnelle und unbürokratische Hilfe für Unternehmen auf ihrem Weg in die Digitalisierung“, lobt Ralf Lehmann die Unterstützung der IBB Business Team GmbH. Geschäftsführer Bernd Tauber ergänzt: „Ideen haben wir viele. Nur ist solch eine Realisierung immer eine Kosten- und Zeitfrage. Der Transfer BONUS hat uns schon mehrfach die Möglichkeit gegeben, Innovationen umzusetzen. Und deshalb ist jeder Firma nur geraten, sich dieses Programm wenigstens anzusehen.“ Die vollständige Erfolgsgeschichte finden Sie hier.

Auch in den kommenden Jahren hält der Berliner Senat für Wirtschaft, Energie und Betriebe am Transfer BONUS fest und wird den Fördertopf immer neu füllen – damit Innovationen nicht in der Schublade liegen bleiben.

Die Pressemeldung anlässlich 10 Jahre Transfer BONUS finden Sie hier.

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