06.04.2018

Jobbilanz der Digitalisierung positiv

Regierungsstudie belegt optimistische Effekte

Forscher des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) haben untersucht, wo deutsche Unternehmen seit 2011 vernetzte Produktionstechnologien eingesetzt haben - und wie sich das auf die Zahl der Jobs insgesamt ausgewirkt hat.

Damit liefert die Studie einen Überblick über die tatsächliche Ausprägung des Technischen Wandels in deutschen Unternehmen, der Rückschlüsse auf die daraus hervogehenden substituierenden oder auch komplementären Effekte des Wandels im Hinblick auf Veränderungen der Beschäftigungs- und Lohnstruktur zulässt.

Unter Einbezug von Datenerhebungen der Bundeasagentur für Arbeit und den Antworten von mehr als 2.000 Managern zum bestehenden und geplanten Einsatz von Maschinen in ihren Unternehmen konnte ein umfassender Überblick über den Stand der Digitalisierung in deutschen Unternehmen und die Auswirkungen auf Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen erstellt werden.

Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse auf die sich hartnäckig haltende These, dass die Digitalisierung Arbeitsplätze vernichten wird, zu:

So kommt die Studie zu dem Schluss, das:

  • sich die 4.0 Technologien langsam, aber zunehmend verbreiten,
  • sich die betrieblichen Investitionen in neue Technologien die Beschäftigungsquote um knapp 1% zwischen 2011 und 2016 steigern konnte. Die Erhebung zeigt, dass himnter direse zahl sowohl teilweise auftretende Substitutionseffekte (die Technologien haben Arbeitskräfte ersetzt) aber auch im Gegenzug eine erhöhte Produktnachfrage steckt, die insgesamt zu positiven Beschäftigungseffekten führt.
  • Eine Kernaussage der Studie ist die starke Auswirkung der Digitalisierung auf die Strukturen der Berufe und Branchen:

    • So ist festzustellen, dass die Technologieinvestitionen der Unternehmen vor allem Berufe mit viel manueller Routine- aber auch Nicht-Routine-Arbeit ersetzen. Jedoch haben sie im Gegenzug einen Nachfragezuwachs bei Berufen mit analytischen und interaktiven Anforderungen zur Folge. Das wirkt sich entsprechend auch auf die Branchen aus:
    • Branchen wie Verkehr, Nachrichten, Elektronik, öffentliche Verwaltung oder Fahrzeugbau werden somit mehr Personal benötigen, während Gastgewerbe und Landwirtschaft eher einen Beschäftigungsrückgang verzeichnen werden.

Hier finden Sie die vollständige Studie.

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