Wie hoch ist die Transfer BONUS-Förderung?

Zuschüsse aus dem Förderprogramm Transfer BONUS können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Sitz in Berlin für Wissenschafts- und Forschungsleistungen aus Berlin oder Brandenburg beantragen. Dabei muss es sich um eine Leistung im Bereich des Technologie- und Wissenstransfers handeln.

Die Förderung erfolgt in zwei Modulen mit unterschiedlichen Zuschusshöhen: Einstiegsvariante und Standardvariante. Beide Arten werden in Form zweckgebundener Projektförderungen als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt.

Einstiegsvariante

Diese Förderung soll Hürden in der Anbahnung von Kooperationen zwischen Unternehmen und Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen abbauen. Sie dient dazu, ein erstes Projekt im kleinen Umfang gemeinsam durchzuführen.

Mit der Einstiegsvariante werden einmalig Ausgaben zur Klärung wissenschaftlicher Fragestellung gefördert, die im Vorfeld von Produkt-, Verfahrens- oder Leistungsentwicklungen auftreten können. Beispiele hierfür sind u. a. Machbarkeitsstudien oder Prozessanalysen.

Einmalig zu 100 % gefördert werden Auftrags- und Projektvolumen bis maximal 3.000 EUR. Liegt das Projektvolumen höher, sind die Mehrkosten vom antragstellenden Unternehmen zu leisten.

Die Förderung in der Einstiegsvariante kann nur bewilligt werden, wenn es sich um die erste Kooperation mit der Wissenschaftseinrichtung handelt. Das jeweilige Projekt darf vor Antragsstellung zudem noch nicht begonnen worden sein.

Standardvariante

Bei der Standardvariante werden Zuschüsse für externe planungs-, entwicklungs- und umsetzungsorientierte Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten gewährt. Diese Tätigkeiten müssen darauf ausgerichtet sein, neue oder verbesserte Produkte, Dienstleistungen und Verfahren zur Markt- bzw. Fertigungsreife zu bringen.

Im Rahmen einer Anteilsfinanzierung werden bis zu 70 % der förderfähigen Ausgaben – allerdings maximal 15.000 EUR – als Zuschuss gewährt.

Erweiterte Standardvariante für Digitalisierungsvorhaben

Bezieht sich das Projekt auf ein Digitalisierungsvorhaben, wie der Entwicklung neuer digitaler Produkte, kann eine umfangreichere Förderung erfolgen.

Im Rahmen einer Anteilsfinanzierung werden bis zu 70 % der förderfähigen Ausgaben – allerdings maximal 45.000 EUR – als Zuschuss gewährt.

Eine Antragstellung auf Förderung im Rahmen der Standardvariante kann durch ein Unternehmen im Zeitraum von drei Jahren für maximal drei klar voneinander abgegrenzte Projekte erfolgen. Die zu fördernden Projekte können inhaltlich aufeinander aufbauen. Die Erweiterung der Standardvariante für Digitalisierungsvorhaben kann nur einmalig beansprucht werden.

Kooperationen von Unternehmen bei größeren Projekten

Schließen sich mehrere Unternehmen bei der Realisierung eines gemeinsamen Projektvorhabens zusammen, können sie unabhängig voneinander gefördert werden. Eine Kumulation von Zuschüssen ist in diesem Fall möglich. Jedes partizipierende Unternehmen muss hierbei einen gesonderten Förderantrag stellen.

Ausführliche Informationen zu den Voraussetzungen einer Transfer BONUS-Förderung finden Sie auf der Seite Förderkriterien.

Was sind förderfähige Ausgaben?

Förderfähige Ausgaben beziehen sich auf die erbrachte Leistung der Wissenschaftseinrichtung im Rahmen des Projektes. Diese werden bei Antragstellung durch ein Angebot der Wissenschaftseinrichtung festgelegt. Die Beauftragung erfolgt durch das Unternehmen.

Die Auszahlung der Förderung erfolgt nach dem Erstattungsprinzip. Für die Auszahlung sind die Originalrechnung der Wissenschaftseinrichtung, der Nachweis der Zahlung und der Abschlussbericht einzureichen. Die Auszahlung kann auch direkt an die Wissenschaftseinrichtung erfolgen. Hierfür müssen Sie die Zahlung des festgesetzten Eigenanteils und der Umsatzsteuer nachweisen.